Unser Betrieb

  • wie wir arbeiten
  • was Bio für uns heißt
  • wo unsere Bienen Nektar sammeln

Ökologische Bienenhaltung

Wir folgen den Bioland-Richtlinien einer ökologischen Imkerei, kontrolliert durch Abcert, einer der ersten Bio-Kontrollstellen in Deutschland.
Abcert trägt die Bezeichnung "Öko-Kontrollstelle DE 006" und kontrolliert unseren Betrieb mindestens einmal im Jahr auf die Einhaltung der Bioland und EG-Bio-Richtlinien. Zur Kontrolle werden dabei Honig- und Wachsproben genommen und auf mögliche Rückstände hin kontrolliert.

 

Unsere Bio-Arbeitsweise

Nein, wir kontrollieren unsere Bienen natürlich nicht, ob sie die richtigen Blüten anfliegen. Vielmehr achten wir darauf,

  • ausschließlich Holz ohne Pestizidanstrich als Baumaterial für unsere Bienenbehausungen zu verwenden
  • zur Überwinterung nur Bio-Zucker als Futter zu geben
  • den Königinnen aus Bequemlichkeit die Flügel nicht zu stutzen
  • das Wachs ständig von den Bienen erneuern zu lassen und keine Bleichmittel oder Wachszusätze zu verwenden
  • die Honigverarbeitung gemäß der strengen EG-Öko-Verordnung durchzuführen
  • nur extensiv bewirtschaftete Trachtgebiete und keine konventionelle Intensivkultu­ren anzuwandern
  • unsere Bienen anstatt mit chemisch-synthetischen Arzneien, ausschließlich mit organischen Säuren zu behandeln

Deswegen müsste man eigentlich von „Honig aus ökologischer Bienenhaltung“ sprechen, anstatt von „Bio-Honig“. Eigentlich ist dieser Begriff auch nicht zulässig, denn der Bienenflug, in einem Radius von mindestens 5 km rund um den Bienenstock, läßt sich eben nicht kontrollieren. Kein Bienenstandort ist frei von konventionell bewirtschafteten landwirtschaftlichen Nutzflächen in solch einem großen Umkreis. Um nun aber doch kurz und einprägsam eine ökologische Imkerei zu beschreiben, eignet sich "Bio-Honig" eben am besten.

Unsere Betriebsweise

Königinnenaufzucht

Die Nachzucht von Königinnen fängt beim Zuchtstoff, einer Bezeichnung für jüngste Bienenbrut, an. Um nun den besten Zuchtstoff aus unserem eigenen Betrieb herauszufinden, wird jeder imkerliche Eingriff festgehalten, um eine Bewertung jedes einzelnen Volkes vornehmen zu können. Dabei verteilen wir an die Bienenvölker Noten von eins bis fünf und wählen danach das beste Volk, um von diesem unsere neuen Königen, auch Weisel genannt, nachzuziehen. Für frisches Blut sorgen wir alle paar Jahre auch und nutzen dafür Zuchtstoff des Bieneninstituts Hohen Neuendorf.
Ist das beste Volk gefunden und auch das Wetter passt, beginnen wir bereits Mitte April mit der Vermehrung. Das heißt dann jüngste Arbeiterinnenbrut mittels  Umlarvlöfel in Weiselbecher umbetten und diese anschließend in ein vorbereitetes Bienenvolk ohne Königin geben. Nach 16 Tagen sind neue Königinnen geschlüpft, welche im Anschluss ein neues Bienenvolk gründen.

Bienenbehausung

Unsere Bienen halten wir ausschließlich in zehn Rähmchen fassenden Holzmagazinen im Langstroth-Format. Ein solches Magazin oder auch Beute (Bienenbehausung), setzt sich bei uns zusammen aus:
* zehn Bienenwabenrahmen, kurz Rähmchen pro Zarge (Beuten-Etage)
* drei Brutraumzargen und zwei Honigraumzargen
* einem Absperrgitter, damit die Königin auch im Brutraum bleibt
* einem hohen Gitterboden
* einem Deckel

Sämtliche Beutenteile fertigen wir in unserer Imkerei selbst und nutzen dafür als Baumaterial immer unbehandeltes, 25mm starkes Holz. Über die Jahre hat sich als Verbindung der einzelnen Holzteile die Fingerverzinkung sehr bewährt. Für einen optimalen Wetterschutz, streichen wir die Beuten nur von außen mit einer Mixtur aus natürlichen pflanzlichen Ölen, wie Sonnenblumenöl, Sojaöl, Distelöl und Leinöl versetzt mit Eisenoxid und organischen Pigmenten. Dieser Anstrich ist offenporig und lässt das Holz atmen. Die ältesten Magazine sind so bereits weit mehr als zwanzig Jahre im Einsatz!

Bienenrasse

Apis mellifera carnica ist die lateinische Bezeichnung unserer Bienen. Diese Rasse zeichnet sich vor allem durch ihre Friedfertigkeit aus, die für uns als Stadtimkerei das wichtigste Kriterium, noch vor dem Honigertrag darstellt. Allerdings hat sie, im Gegensatz zu einigen anderen Rassen, einen erhöhten Schwarmtrieb, dem wir mit dem Demarée-Plan entgegenwirken.

Wanderplätze

Um unseren Kunden eine möglichst breites und vielfältiges Honigangebot bieten zu können, wandern wir jede lohnenswerte Tracht unserer Region an, das sind zum Beispiel Raps, Akazie, Linde, Auenwaldkräuter, Phacelia, Buchweizen, Sonnenblume, Kornblume, Heide und Goldrute. Komplettiert wird unsere Honigauswahl durch Wanderungen in die Trachten Edelkastanie und Wald, wofür wir Wege bis nach Süddeutschland auf uns nehmen. Ein Teil der Spättracht bleibt allerdings immer als Lohn für die getane Arbeit bei unseren Bienen.