Der Imkerei Blog

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Imkerblog

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Thai Beekeepers Association tried to visit us

10.01.2014

For english version, see below: Im Oktober 2013 hatte sich eine Delegation des thailändischen Imkerverbands angekündigt. Die Delegation bestehend aus dem Präsidenten der Thai Beekeepers Association, Charn Chooprasit, Assistenz-Professor Pichai Kongpitak und Mr. Somsak Srisomboon,  Advisor – Commercial, wollte unsere Imkerei gern kennenlernen und sich mit uns über Honig auf dem deutschen Markt sowie unsere Erfahrungen in dieser Branche austauschen. Nachdem alles für den Besuch vorbereitet war, spielte aber die Deutsche Botschaft in der Ukraine nicht mit. Nach der Apimonda in Kiev wollte die Delegation gleich weiter nach Deutschland fliegen, bekamen aber keine Visa und mussten so erst ein mal nach Thailand zurückkehren. Als Stellvertreterin besuchte uns dann aber Frau Natiya Suchinda vom Thai Trade Center hier in Berlin. Wir tauschten Erfahrungen über Bienengesundheit und Marketing aus und führten ein sehr interessantes Gespräch. Sortenhonig, wie er in Europa geerntet werden kann, gibt es bspw. in Thailand nicht. Dort wird Honig entsprechend des Monats in dem er geerntet wurde vermarktet. Das fanden wir spannend und man versprach uns eine Kostprobe zukommen zulassen, sobald sich eine Gelegenheit bietet. So bekamen wir jetzt tatsächlich ein kleines Päckchen mit thailändischem "April-Honig". Klasse! Das hat uns sehr gefreut und geschmeckt! Vielen Dank! Die Kollegen in Thailand verstehen eben auch ihr Handwerk.


A delegation of the Thai beekeepers association announced to visit our organic apiary in October 2013. The delegation consisting of the president of the Thai beekeepers association, Charn Chooprasit, assistant professor Kongpitak Pichai and Mr. Somsak Srisomboon, advisor – commercial, wanted to know our way to keep our urban bees and to chat with us about honey on the German market as well as our experience in the whole industry. After everything was prepared for the visit, the German embassy in the Ukraine would not play the game. After visiting the Apimonda at Kiev, the delegation immediately wanted to fly to Germany, but did not get any visa and unfortunately had to return to Thailand. But instead of the delegation, Miss Natiya Suchinda from the Thai trade center here in Berlin visited us. We exchanged experiences on bee health and marketing of different apiary products, and had a very interesting conversation. Varietal honey for example, how it can be harvested in Europe, is unknown to Thailand's beekeepers. There is only honey according to the month in which it was harvested. That was exciting for us and so Ms. Suchinda promised to come with a sample of such honey as soon as possible. And so we just received actually a little package containing a jar of "april honey" to day. Wow! This made ​​us very happy and furthermore it tasted really good! Thank you very much! The colleagues in Thailand also just understand their craft.

Thailändischer Frühjahrsblütenhonig
Thailändischer Frühjahrsblütenhonig

Honig ist "Low-Calorie Food"

23.12.2013

Honig besteht aus Zucker, viel Zucker. Aber auch aus 18 Prozent Wasser sowie Enzymen, Vitaminen, Aminosäuren, Pollen, Aromastoffen und Mineralstoffen. Das wird auch schnell mal vom Kunden vergessen.
Um nun auf diese sehr gesunden Bestandteile im Honig aufmerksam zu machen, hat sich ein Italienischer Abfüller etwas einfallen lassen. Er wirbt explizit mit dem Honiganteil, der keine Kalorien enthält, vor allem dem Wasser eben. Bei dem derzeitigen Low-Calorie-Wahn unserer Fitnesskultur, keine schlechte Idee.
Hoffentlich ist unser Honig nächste Saison dann nicht zu trocken. Wir könnten dann nämlich streng nach Honigverordnung mit: "-18% Kalorien im Vergleich zur gleichen Menge Zucker" werben - sportlich!

Honig als Low-Calorie Food vermarktet
Honig als Low-Calorie Food vermarktet

Erste Erfolge bei der Hyposensibilisierung

18.12.2013

Seit über drei Jahren läuft nun die Hyposensibilisierung einer unserer Mitarbeiterinnen. Mittlerweile heißt das, dass alle sechs Wochen ein Arztbesuch ansteht, wobei eine Depotspritze mit Bienengift gesetzt wird - Erhaltungsphase wird dass vom Arzt genannt.
Dieses Bienengift für's Depot kostet ziemlich genau 700 Euro und reicht für die Behandlung eines Patienten genau ein Jahr. Da wir jetzt im vierten Jahr sind, braucht es noch eine weitere Lieferung, um die Sensibilisierung abzuschließen. Kein schlechtes Imkerbusiness. Naja, wir bleiben trotzdem beim Honigmachen.
Schön ist, dass ein Kontrolltest jetzt ergab, dass sich die allergische Reaktion im Vergleich zu früher erheblich abgeschwächt hat.

Rohbau unseres Pfefferkuchenhauses optimiert

02.12.2013

Jedes Jahr entsteht in der Imkerei Oertel zur Weihnachtszeit ein Pfefferkuchenhaus aus Teig, angerührt mit selbst produzierten Buchweizenhonig. Dieses Jahr sogar ohne jegliche Konflikte im Mitarbeiterteam! Dafür aber mit einigen Optimierungen. Als die Beste stellte sich unsere Giebelwandstabilisierung heraus. Da es an einem Ringanker fehlt, liegt die gesamte Dachlast auf den Giebelwänden. Diese, auch aus fluffig weichem Pfefferkuchenteig gefertigten Wände, geben dem Druck des Daches leicht nach und halten immer erst dann, wenn der Zuckerkleber festgeworden ist. Das dafür nötige lange Warten verzögerte den Bau jedes Jahr unverhältnismäßig.
Dieses Jahr wurde nun der Hausbau weiter optimiert und eine Giebelwandstabilisation eingeführt. Diese Verbesserung verkürzte die Bauzeit beträchtlich und erlaubt auch eine zuckerreichere Deckung des Daches.
All das führt vor allem zu fröhlichen und zufriedenen Bauherren.

Rohbau unseres Pfefferkuchenhauses
Rohbau unseres Pfefferkuchenhauses

Nagelneue Drahtspannzange geschweißt

09.11.2013

Es gibt eine Reihe sehr guter Ideen die den Imkereifachmarkt immer wieder bereichern. Dazu gehören vor allem diese vielen Hilfsmittel aus kleinen Handwerksbetrieben. So möchten wir nie mehr auf unsere Wanderkarre oder unsere speziellen Stockmeißel der Firma Jackel verzichten. Manche dieser, aus tollen Ideen hervorgegangenen Hilfsmittel, haben allerdings noch nicht die letzte Veredelungsstufe erreicht. So hat eine, aus einer Spitzzange und zwei Profilstählen gebastelte Rähmchendrahtspannzange, gleich bei der ersten Anwendung ihren Geist aufgegeben. Der Schenkel mit Gewindeloch für eine Stellschraube war gleich zerbrochen. Die Zange ist für diese Belastung einfach nicht konzipiert.
Ehe wir uns aber neue Hilfsmittel kaufen, reparieren wir lieber. Imker sind eben sparsam. Es ging also heute ans Schweißgerät, um unseren Drahtspanner zu retten. Er funktioniert jetzt besser als zuvor, auch wenn der Lichtbogen dem Aussehen ein wenig abträglich war. Aber damit können wir und sicher auch unsere Bienen leben.

Unser temporärer Schweißplatz
Unser temporärer Schweißplatz
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