Der Imkerei Blog

  • aktuelle Informationen aus der Imkerei
  • Erfahrungen mit Bienen in Berlin
  • Gedanken zu Bio, Honig, Qualität und Landwirtschaft

Imkerblog

Seite:

Vorsicht Müßiggänger

18.05.2016

Es gibt Menschen, denen ehrliche Arbeit einfach nicht liegt. Um bequem Geld zu verdienen ziehen sie es vor andere auszunutzen. Im Internet heißt das dann "Affiliate Marketing". Dabei werden Produkte beworben, die man selbst gar nicht hat, aber weiß, wo sie zu bekommen sind. Für die Vermittlung des Interessenten an den eigentlichen Verkäufer wird dann kassiert. Dabei steigt die Provision mit der Höhe des Produktpreises. Will man mit der Vermittlung von Honiginteressenten Geld verdienen, bietet sich Manukahonig, wegen des stattlichen Preises gerade zu an.
Genau dies dachte sich ein Schmarotzer und wandte sich in Ermangelung stattlicher Interessentenzahlen an uns. Wir mögen doch von unserem Blog aus auf seine Seite verweisen, da es ihm an Interessenten fehle. Auch würden wir obendrein davon profitieren unsere Leser auf seine Seite zu schicken.
So plump wurde noch nicht versucht, uns zu veralbern. Wir haben ihm jetzt abgesagt, da wir unsere Leser nicht an solch einen Taugenichts ausliefern möchten.

Honig für ASICS Blaue Holzbiene

22.04.2016

Imker mit Asics Gel-Lyte III und unserem Honig in der Box

Blau ist cool dachten sich wohl auch die Designer eines neuen Sportschuhs der Marke ASICS und erschufen ein neues Design ihrer sportlichen Fußbekleidung "Gel Lyte III". Bei der farblichen Gestaltung hielten sie sich dabei eben an Blautöne und tauften das Ergebnis am Ende "Blue Carpenter Bee". Der Schuh soll exklusiv für Deutschland in den SOLEBOX Stores in Berlin und München verkauft werden. Bei einer Marketingveranstaltung zur Einführung der neuen Treter soll es für die ersten Käufer auch Honig als Teil einer Geschenkbox geben.

Bei der "Blauen Holzbiene", einer Solitärbiene, ist uns erst einmal nicht gleich Honig eingefallen. Aber bei "Blau" hatten wir eine Idee: Kornblumenhonig! Es passt wohl nichts besser zu Blau, Honig und Biene sowie Sport in der Natur.

Mittlerweile sind die Honigetiketten für unseren Honig fertig geworden. Ein, wie wir finden, super Ergebnis!

Wer nun 500g unseres Bioland-Kornblumenhonigs geschenkt bekommen möchte, sollte bald ein Zelt vor den SOLE Stores in Berlin oder München aufschlagen und auf die Markteinführung des neuen ASICS Gel Lyte III Blue Carpenter Bee Schuhs warten.

Honigetikett für die ASICS Blue Carpenter Bee
Honigetikett für die ASICS Blue Carpenter Bee

Wildes Bienenvolk in einer Robinie

26.02.2016

Kurz vor Sonnenuntergang erreichte uns heute ein Anruf aus Köpenick. Im Hinterhof einer Wohnanlage läge ein Bienenvolk am Wegesrand. Wir konnten das kaum glauben, aber als uns das Wabenwerk mit darauf rumkrabbelnden Bienen beschrieben wurde, fuhren wir hin. Und tatsächlich lag da ein halbierter hohler Baumstamm in dem ausgebüchste Honigbienen eine neue Bleibe gefunden hatten. Die Anrufer kamen auch gleich mit dazu um zu helfen. Sie berichteten über eine Mieterversammlung in der die Bewohner auf die liebgewonnen Bienen in dem, vom Grünflächenamt als einsturzgefärdet ausgemachten Baum aufmerksam machten. Dass der Baum nun aber trotzdem einfach gefällt wurde, und nicht ein mal ein Imker dazu geholt wurde, ärgerte sie sehr.
Es war +4 Grad kalt, als wir anfingen die Bienen vom kohlrabenschwarzen Wabenwerk zu fegen. Die Waben, worauf eine größere Menge Bienen gemeinsam froren, haben wir, neben den Futterwaben, in eine vorbereitete Leerzarge gepackt. Auf diese kam zum Schluss eine Zarge mit ausgebauten Waben. Nun warten wir mal ein paar Tage ab, bis sich das Volk beruhigt hat und behandeln in neun Tagen gegen die Varroamilbe. Erstaunlich, dass das Volk ohne Behandlung soweit gekommen ist.

Schüler wollen gut vorbereitet in die MSA-Prüfung gehen

21.02.2016

"Wie beeinflussen Bienen das Leben der Menschen?" so oder ähnlich lauten die Fragen, die Schüler der heutigen 10. Klassen in ihrer bald anstehenden MSA-Prüfung beantworten wollen. Und so kommt es, dass auch dieses Wochenende unsere Imkerei wieder von Schülergruppen besucht wird und wir mit einer Fülle von Fragen geradezu belagert werden. Das macht Spaß! Sehr schön finden wir dabei, dass die Bienengesundheit und das Wohl der Bienen im Vordergrund der Fragen steht.
Die letzte Gruppe heute, macht sich sogar die Mühe, ein Filmchen über ihren Imkereibesuch für ihre Prüfung vorzubereiten. Wir sind gespannt, was daraus wird und wie die Präsentation bei den Lehrern ankommt. Wir drücken jedenfalls die Daumen!

Wir sind stolze Eigentümer einer eingetragenen Marke

10.12.2015

Wir finden den Namen unserer Imkerei toll, klar, wir haben uns ja auch lange Gedanken darüber gemacht und diese sogar im Artikel "Das eigene Etikett" im Deutschen Bienen-Journal kundgetan. Dort schrieben wir unter anderem: "Eine Wortmarke ist ein Schriftzug, zum Beispiel eine Abkürzung oder der ausgeschriebene Firmenname. Um einen regionalen Bezug herzustellen, kann dieser auch mit Ortsbeschreibungen kombiniert werden. Der Firmenname „Imkerei Oertel an der Dammheide“ transportiert so das Gewerk, das Merkmal „inhabergeführt“ und Regionalität." Unser Name soll eben unsere Imkereiprodukte einzigartig und unterscheidbar in der Kundenkommunikation machen. Da wäre es wirklich blöd, wenn eine andere Bioimkerei mit dem gleichen Namen auftritt. Dennoch freuen wir uns seit jeher über jede Gelegenheit unsere Erfahrungen teilen zu können und über das rege Interesse an den entstandenen Artikeln.
Anfang diesen Jahres bekamen wir aber andere Post. Eine Email aus einem Imker-Nachrichtenverteiler in dem wir Mitglied sind. Absender war die Imkerei an der Dammheide. Da guckten wir nicht schlecht, denn für gewöhnlich schicken wir uns selbst keine Mails. Es stellte sich dann schnell heraus, dass nicht wir diese Mail geschrieben haben, sondern ein dreister Imker der dem Ideenklau nicht abgeneigt ist. An dieser Stelle wurde es dann tatsächlich richtig blöd.
Weil man solche Schlaumeier nicht nur unter Imkern findet, gibt es das DPMA, das Deutsche Patent- und Markenamt. Dort kann man Marken schützen lassen. Bis vor kurzem dachten wir, dass wir so etwas niemals brauchen würden, aber das war leider falsch gedacht.
Die Regionalität unseres Honigs drücken wir durch eine Ortsangabe, "an der Dammheide" aus. Wie und ob Ortsbezeichnungen geschützt werden können, erklärt ein Merkblatt des Amtes über den Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel. Demnach muss das Produkt mit einer solchen Bezeichnung seine Güte oder Eigenschaften ausschließlich oder überwiegend den geografischen Verhältnissen einschließlich der natürlichen und menschlichen Einflüsse verdanken und in dem bestimmten geografischen Gebiet erzeugt, verarbeitet und zubereitet werden. Insoweit müssen also alle Produktionsschritte in dem fraglichen Gebiet stattfinden.
Das ist bei uns natürlich der Fall, weswegen wir dann auch einen Markenschutz in Angriff genommen haben.
Mittlerweile sind wir nun stolze Eigentümer einer eingetragenen Marke. Sehr traurig ist dabei nur, dass so etwas überhaupt nötig ist!

Seite: