Der Imkerei Blog

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Imkerblog

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Was von vier Stunden am Filmset bleibt

04.05.2017

Mit dem Image-Film "Don't play with our food" knöpft sich Greenpeace gerade Politiker und die Pestizidlobby vor und mahnt dabei besseren Bienenschutz an. Der Film, den Regisseurin Ayla Gottschlich überhöht als rauschende Essensschlacht inszeniert hat, appelliert an das Gewissen der Parlamentarier sich mehr für den Schutz der Bienen einzusetzen.
Das Werk zeigt Vertreter der EU-Länder die an einer üppig gedeckten Tafel einem Redner zuhören, der stellvertretend für die Lobbyisten der Großkonzerne steht. Anfangs sind noch alle dabei, nach einiger Zeit wird es dann aber fade und die ersten Lebensmittel fliegen über den Tisch. Am Ende bewerfen sich die Politiker wie gelangweilte Kinder  mit Essen und entwickeln in Slow Motion "hedonistische Zerstörungsfantasien", die wachrütteln sollen.
Unsere Filmbiene, die wir im Schleuderraum gefangen hatten haben wir übrigens wieder zurück in die Imkerei nehmen und dort fliegen lassen können.

Von der Blechpest zur Digitalisierung

13.04.2017

Massenhaft auftretende Reklame gibt es schon sehr lange. Heute klassisch im TV oder digital im Internet, früher vor allem auf schicken Emailleschildern. Damals sprach man von der "Blechpest" heute von der "Digitalisierung".

So hatte auch Bruder Adam wunderschöne emaillierte Nummernschilder an der unteren Zarge seiner Beuten hängen. In seiner Zeit eine super Lösung, aber er musste auch keine Biolandrichtlinien erfüllen. Die besagen nämlich, dass die Standorte der Völker über das Jahr in einem Wanderplan zu verzeichnen sind. Naja, sicherlich hat Herr Kehrle sehr sorgfältig über seine Völkerbestände und -standorte buchgeführt. Uns machte schon allein dieser Wanderplan, der genaue Angaben über Zeitraum, Ort (Flur-, Grundstücksangabe o. ä.), Tracht und Völkerzahl enthalten muss, jede Saison schwer zu schaffen. Dies setzt eben einiges an Zeit und Sorgfalt in der Führung der Protokolle und Listen voraus, die man bei der nächtlichen Anwanderung mit einigen Völkern zu fortgeschrittener Stunde manchmal eben nicht mehr hat. Wir waren uns sicher, dass eine gewisse Automatisierung sicher sehr helfen würde und dachten, wie gerade die gesamte Gesellschaft auch, angestrengt über eine sinnvolle "Digitale Transformation" von Emaille zum QR-Code nach. Dies sollte uns in Zukunft die Arbeit mit dem Wanderplan erleichtern.

Es kam uns die Idee, mit dem Handy alle am Wanderplatz befindlichen Völker in einem Ritt zu scannen und das Ergebnis in einem von Excel lesbaren Format mit einem Zeitstempel versehen in der Cloud abzulegen. Verwirklicht haben wir das

  • mit einer Beutenbeschilderung, die neben der Nummer und unserem Namen auch einen QR-Code enthält. Dieser enthält ebenfalls die Nummer aber eben in einer Form, die für Handy-Apps lesbar ist.
  • Des Weiteren braucht es eine Handy-App, die mehr als nur einen Code scannen kann, wenn man scannt. Wir haben uns für die App "QuickMark", die es sowohl für Android als auch für iPhones gibt, entschieden. QuickMark bietet neben dem kontinuierlichen Scannen auch die Möglichkeit alle gescannten Daten in einer kommaseparierten Liste, in einer Datei in die eigene Dropbox hochzuladen. Diese Datei ist dann von Excel bspw. später lesbar. Zusätzlich sind in der Datei auch die GPS-Koordinaten des Wanderstands enthalten, die ja ebenfalls protokoliert werden müssen. 

Diese Saison gehen wir nun mit dem Handy nach dem Abladen an allen aufgestellten Beuten vorbei und drücken am Ende "Senden". Jeweils nur eine Minute am Stand scannen, für einen lückenlos geführten Wanderplan. Dafür akzeptieren wir gern hässliche Schildchen aus Kunststoff statt Emaille an unseren Beuten!

Unsere digitalisierten Bienenkisten
Unsere digitalisierten Bienenkisten

Fragen zur Etikettenherstellung beantwortet

07.04.2017

Uns erreichten einige Fragen zur Etikettenherstellung, weitergeleitet von der Redaktion des Bienen-Journals. "Können Sie mir geeignetes Druckpapier und Inkjets nennen? Wie druckt man am besten sechseckige oder rechteckige Formen oder auch Gewährleistungsstreifen?"

Der Teufel steckt, wie immer, im Detail. Die Papiere für Etiketten werden auf bestimmte Anwendungsbereiche abgestimmt. Somit eignet sich nicht jedes Etikettenpapier für ein beliebiges Druckverfahren. Einige Papiere können nicht mit Tintenstrahldruckern bedruckt werden, andere sind für Laserdrucker und Kopierer nicht geeignet. Wieder andere können mit S/W-Laserdruckern bedruckt werden, aber nicht mit Farblaserdruckern. Zudem verhält sich Papier je nach Holzfaserlänge und Zelluloseanteil sehr unterschiedlich beim Aufkleben auf ein Honigglas. Nach dem Kontakt mit Leim reisen beispielsweise manche Papiere schnell oder werfen Falten nach dem sie aufgeklebt wurden.
Tipp: Viele Papiere durch Probeklebungen ausprobieren!

Wählen Sie ein holzfreies Papier! Es quillt beim Kontakt mit dem Leim nicht so auf und schlägt so keine Falten auf dem Glas, vergilbt weniger schnell, ist fester und damit auch alterungsbeständiger. Das Honigglas soll ja auf dem Frühstückstisch stets brillant aussehen! Holzfreies Papier lässt eine höhere Druckqualität als auf holzhaltigen Papieren zu.

Tipp: Verwenden Sie gestrichenes Papier. Beim gestrichenen Papier wird die Oberfläche mit einem Bindemittelauftrag („Strich“) veredelt. Das Etikett bekommt dadurch eine geschlossenere, glattere und stabilere Oberfläche, wodurch nochmals eine bessere Qualität beim Etikettendruck erreicht werden kann. Dieser Bindemittelauftrag kann in matt, halbmatt und glänzend bestellt werden.
Unser eigenes Etikett ist auf gestrichenem, holzfreiem und glänzendem Papier gedruckt worden. Das ist natürlich auch Geschmackssache.

Den Gewährverschluss haben wir als eigenes kleines längliches Etikett extra drucken lassen. Das ersparte die Anfertigung einer Stanze für unser Etikett. Stanzen haben die Form des gewünschten Etiketts und werden zum „Ausschieden“ des Etiketts nach dem Druck benutzt. Die einmaligen Kosten für eine solche Stanze liegen bei ca. 350€. Zu beachten ist hierbei, dass bei der Benutzung einer Stanze auch weniger Etiketten pro Papierfläche gedruckt werden können als beim profanen Ausschneiden und somit die Etiketten insgesamt teurer werden.
Tipp: Viereckige Etiketten verwenden und den Gewährverschluss als Extraetikett drucken lassen.

Jetzt Lebensräume für Bienen schaffen!

28.03.2017

Gerade sind überall Gaillardia aristata im Angebot zu haben. Diese Korbblütler wirken am schönsten, wenn man sie als kleine Gruppe pflanzt. Ihre Blüten sind gelb, manchmal auch mit brauner Mitte, wobei jede Blüte wie eine kleine Sonne herrlich strahlt. Die Kokardenblume wird ca. 70 cm hoch, ist ein unermüdlicher Dauerblüher und eine wertvolle Bienenweide von deren Nektar nicht nur Honigbienen gerne naschen.

Bienennascherrei für zwischendurch
Bienennascherrei für zwischendurch

Letzte Saisonvorbereitungen: Bau neuer Honigraumzargen abgeschlossen

24.03.2017

Imkerei ist eine Materialschlacht. Irgendwie man hat man ja nie genug Beutenmaterial parat. Diese Saison soll aber entspannter verlaufen, weswegen wir die diesjährigen Wintermonate zum intensiven Neubau so mancher Beuten genutzt haben. Heute stand für unsere Praktikantin das Streichen der letzten Charge unserer neuen Honigraumzargen an, was sie, wie gewohnt, sehr gewissenhaft erledigte. Eine großartige Hilfe!

Unsere fleißige Praktikantin gibt den neuen Zargen den letzten Schliff
Unsere fleißige Praktikantin gibt den neuen Zargen den letzten Schliff
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