Der Imkerei Blog

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Imkerblog

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Unsere Bienen am Greenpeace-Filmset

23.09.2016

In Zeiten, wo CETA und TTIP oder die Grenzwerte von Pflanzenschutzmitteln in unseren Lebensmitteln heiß diskutiert werden, möchte Greenpeace mit einem Kurzfilm auf die manchmal sehr abgehobenen Politikerdiskussionen und den Einfluss von Lobbyisten darauf aufmerksam machen.
Der Filmplott sieht auch Bienen in Aktion vor. Also machten wir uns diese Woche mit einem Zusetzkäfig mit ein paar Bienen darin auf den Weg ans Filmset mitten in Berlin. Im Vorfeld wurde selbst für die zehn Bienen eine Seuchenfreiheitsbescheinigung von der zuständigen Amtsveterinärin eingefordert. Wir würden ja schließlich mit Bienen von Berlin-Kaulsdorf nach Berlin-Mitte wandern. Den Hinweis, dass die Amerikanische Faulbrut eine Brutkrankheit ist, haben wir uns gespart und pflichtbewusst das Dokument verschickt.
Am Drehort angekommen, wurde es uns dann doch flau im Magen. Würden die Bienen, wie gefordert am Set agieren? Irgendwie ist es schon schwierig eine Biene auf Obst fliegen zu lassen in Mitten mehrerer Tausendwattscheinwerfer. Das sahen auch schnell die Filmemacher ein. Eine Biene auf dem Obst war dann die Alternative. Die sollte dann erst ein paar Sekunden in die Kamera gucken, bevor sie losfliegt. Naja, wir brauchten dafür ein paar Takes. Beim Drehen stellte sich heraus, dass es eine sehr gute Idee war, in ihren letzten Lebenstagen steckende abgearbeitete Bienen mitzunehmen. Die waren träge genug, um auf dem Obst zu krabbeln und fit genug, um bei 37 Grad im Scheinwerferlicht einen Start hinzulegen.
Nach über dreieinhalb Stunden am Set, war die Regisseurin dann zufrieden und wir froh, dass wir noch nicht mal eine Biene verloren hatten. Alle Akteurinnen konnten wir wieder mit zurücknehmen und am Heimatstand fliegen lassen.
Jetzt sind wir aber gespannt auf den im November erscheinenden Film und darauf, wie viele Sekunden unsere Bienen darin zusehen sind.

Greenpeace-Filmset
Greenpeace-Filmset

Letzte Ernte dieser Saison

10.09.2016

Im August hatten wir unsere Bienen wieder einmal in die Heide gebracht, nachdem wir letztes Jahr, des trockenen Wetters wegen, die Heide nicht angewandert hatten. Etwas in Sorge waren wir schon, als wir nach dem Abladen den Stand verließen, ob es unseren Bienen in der nächsten Zeit auch wirklich gut gehen würde, schließlich waren es tagsüber 27 Grad warm und Regen war auch nicht in Sicht. Wir trösteten uns mit dem feuchten Wetter in den Monaten zuvor und hofften auf eine gute Heidehonigernte. Diese Hoffnung wurde zwei Wochen später auch noch von einem Kollegen angeheizt. Er sprach von Waagstockzunahmen von 35kg und der Sorge beim Abholen sein Fahrzeug zu überladen. Mit der Information gingen wir zumindest sicher, dass es unseren Bienen gut geht und sie nicht verhungern.
Mittlerweile haben wir sie zurückgeholt und uns über eine überdurchschnittlich gute Ernte gefreut. Jetzt geht es an das mühselige schleudern des sehr zähflüssigen Honigs, den man kaum aus den Waben bekommt, aber was tut man nicht alles für den unserer Meinung nach leckersten Honig im Angebot.

Honigraum voll Heidehonig
Honigraum voll Heidehonig

Hortgruppe war zu Besuch

18.08.2016

Schon vor den Berliner Schulferien im Mai wurde ein Termin mit einer Schule aus Schöneweide vereinbart. Und so kamen heute die Kindergärtnerinnen mit 35 Schulkindern im Schlepp zu Besuch in unsere Imkerei.
Immer wieder erstaunlich für uns ist der unterschiedliche Kenntnisstand über Honig und Bienen bei den Kindern. Diesmal waren selbst die verschiedenen Bienenwesen kein Begriff. Naja, somit dauerte dieser Besuch etwas länger. Denn es ist uns wichtig, dass jedes Kind zumindest die Bedeutung von Bienen in der Natur und deren Einfluss auf unsere tägliche Ernährung besser versteht.
Also erklärten wir:

  • die verschiedenen Bienenwesen und Aufgaben innerhalb des Stocks,
  • die benötigten Ressourcen,
  • die fünf Bienenprodukte und
  • die Tätigkeiten eines Imkers.

Zum Schluss wurden die in den Gruppen selbst geernteten Honigwaben geschleudert und der Honig auf seine Güte eingehend kontrolliert.

Jeder Besuch ist für uns eine willkommene Abwechslung und immer ein riesen Spaß!

Bienen sind spannend!
Bienen sind spannend!

Kraftfutter für Mauersegler

27.07.2016

Eine Dame aus der Nachbarschaft rief uns heute an und schilderte ihr Problem. Ein verunglückter und flugunfähiger Mauersegler befände sich in ihrer Pflege und nähme kein Futter an. Schon mehrere Tage sei jeder Versuch in den Vogel etwas reinzubekommen gescheitert. Ein konsultierter Tierarzt und Vogelspezialist hat ihr nun den Tipp gegeben Drohnenbrut von Honigbienen zu versuchen.
Im Juli gibt es aber immer weniger solcher Brut, so dass wir schon genauer suchen mussten, um noch ein paar Waben zu finden. Schließlich sind wir fündig geworden und haben einiges an "Kraftfutter" liefern können.
Mal sehen, ob's der Piepmatz schafft.

Pflegebedürftiger Mauersegler
Pflegebedürftiger Mauersegler

Bienenschwärme eingefangen

29.05.2016

Nicht nur uns lockt das schöne Wetter nach draußen, auch die Bienen finden das schöne Wetter große Klasse. Zu spüren bekamen wir das am Wochenende. Gleich dreimal sind wir zum Schwarmfang ausgerückt. Alle hingen in einer Höhe von maximal 4 Metern, also gut erreichbar. Einer der Schwärme ist allerdings bei uns aus einem stark gebildeten Ableger ausgebüchst. Wir bilden diese aus einer mit Bienen besetzten Wabe, plus Futter. Noch nie sind aus so einer Kiste Bienen ausgezogen. Wahrscheinlich ist die aus der zugesetzten Edelzelle geschlüpfte Königin mit der Hälfte der Bienen gleich geflüchtet, ohne sich um die nachgeschafften Zellen zu kümmern. Auch gut dachten wir uns, wohnt diese Edle eben in einem anderen Kasten. Jetzt schauen wir mal, wie das Brutbild der Nachgezogenen dann aussieht.

Schwarmzeit
Schwarmzeit
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